• Der HSV setzt sich gegen Mainz durch

    Der HSV setzt sich gegen Mainz durch

    Die 1. Frauen des HSV und Bundesligaaufsteiger Mainz 05 trafen am Samstag im SportCentrum Kaiserau in Kamen zu einem Testspiel aufeinander. Der HSV machte aus dem Trainingslager im Sportförderungszentrum Papendal im niederländischen Arnheim kommend einen Zwischenstopp. Mainz hatte bereits kürzlich sein Trainingslager abgeschlossen und traf rund 45 Minuten nach dem HSV auf der Anlage ein – und startete dennoch als erstes Team mit dem Vorbereitungsprogramm.

    Beim HSV absolvierten Lotta Wrede und Victoria Schulz mit Soner Uysal ein gesondertes Training. Wie üblich starteten dann auch die Torhüterinnen ihr Programm. Kinga Szemik, Jule Baum und Clementine Engel sollten später in dieser Reihenfolge zum Einsatz kommen. Laura Sieger, nach dem Kreuzbandriss vor rund einem Jahr noch nicht wieder einsatzbereit, verdingte sich dagegen als Fotografin und arbeitete dem Social-Media Team des HSV zu. Larissa Haidner war nicht vor Ort.

    Der Hauptplatz bot keinerlei Schatten, sodass sich die Einwechselspielerinnen oder Spielerinnen, deren Einsatz nicht vorgesehen war, in einiger Entfernung einen schattigen Fleck suchten. Auf dem Spielfeld war man der prallen Augustsonne ausgesetzt, was gut 30 Grad bedeutet haben dürfte.

    Vereinbart waren zwei Halbzeiten je 45 Minuten und nach kurzer Pause ein Zuschlag von 30 Minuten. Hinzu kamen zwei Trinkpausen in den 45-Minuten-Abschnitten. Der Naturrasenplatz war gut bespielbar und wurde wiederholt bewässert. Publikum war kaum angereist. Friederike Kromp, Trainerin des SV Werder Bremen und nächsten Testspielgegners des HSV, nutzte die Chance, zwei Ligakonkurrenten live zu erleben.

    Der HSV startete mit Szemik, Böhler, Dönges, Obispo, Peneau, Stoldt, Bartz, Martens, Eggert und Brunnthaler in die Partie. Mainz hatte den besseren Start, brachte mehrere Bälle in den HSV-Strafraum und kam auch zu Torschüssen. Einige waren ungenau, andere konnten geblockt werden oder wurden durch Szemik entschärft. Es dauerte, bis sich der HSV einigermaßen sortiert hatte und selbst Offensivaktionen starten konnte. Den ersten Erfolg gab es nach einem Eckstoß, in dessen Folge Peneau den nicht klar abgewehrten Ball zentral aus 14 Metern sehenswert ins Tor schoss. Eine Viertelstunde war gespielt. Wiederholt brachte Stoldt Freistöße hoch auf oder vor das Tor, doch ein Torerfolg entstand daraus nicht.

    Der zweite Durchgang lag dem HSV dann gar nicht. Mainz zwang die HSV-Defensive immer wieder mit langen Bällen auf die schnellen Stürmerinnen, insbesondere Vital Kats und Chiara Bouziane, zu langen Sprints. Nicht immer waren die HSV-Spielerinnen zuerst am Spielgerät, sodass gefährliche Hereingaben die Folge waren. Eine davon köpfte Leonie Stöhr nach 75 Minuten zum Ausgleich ein. Katz hatte nach 53 Minuten bereits einen Pfostentreffer verbucht. HSV-Keeperin war inzwischen Jule Baum. Bei diesem für sie unglücklichen Gegentreffer war ihr kein Vorwurf zu machen. Der lange Pass, die Flanke und der Kopfball hätten unterbunden werden müssen.

    In den letzten 30 Minuten musste zumindest anfangs Clementine Engel einiges an Durcheinander in ihrem Strafraum erleben. Mainz war wiederholt kurz vor einem Treffer, doch die HSV-Abwehrspielerinnen stellten immer noch einen Fuß in den Abschlussversuch, oder grätschten dazwischen. Mehrere Bälle konnte Engel selbst entschärfen. Es war ordentlich was zu tun, doch Engel blieb ohne Gegentor.

    Die Schlussphase gehörte dann klar dem HSV. Mainz schien mit den Kräften am Ende und der HSV profitierte von mehreren guten Aktionen von Lena Martens und Jonna Wrede. Martens lief mit ihrem Tempo wiederholt ihren Gegnerinnen davon und flankte gut ins Angriffszentrum. Sie betrieb ordentlich Eigenwerbung. Die Abschlüsse von Linberg, Karczewska, Machtens und Krüger verfehlten jedoch ihr Ziel. Mehrmals wurde das Gebälk getroffen.

    Den Glücksmoment der Partie erlebte in der 95. Minute Viktoria Schwalm. Infolge einer starken Vorbereitung von Jonna Wrede schoss sie in den rechten Torwinkel. Nach langer Leidenszeit mit mehreren Verletzungen konnte Schwalm in ihrem ersten Kurzeinsatz gegen Mainz treffen. Entsprechend war der Jubel groß und auch die Ersatzbank feierte sie frenetisch. 

    Da auch der letzte Torschuss der Partie der Mainzerin Martin folgenlos blieb, gewann der HSV nach 120 anstrengenden Minuten mit 2:1. Mein Hochachtung an alle, die trotz der Hitze eine unterhaltsame Partie ablieferten. Für den HSV stehen wenige trainingsfreie Tage zur Regeneration an, ehe ab Dienstag die Vorbereitung auf den letzten Test der Vorbereitung gegen Bremen startet.

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  • Neuer Anlauf für den Torknipser

    Neuer Anlauf für den Torknipser

    Nach ziemlich genau einem Jahr Zwangspause probiere ich mal, wieder über meine Besuche beim Frauenfußball in Wort und Bild zu berichten. Eine Einschränkung meiner Sehfähigkeit bremste mich zuletzt aus. In der Saison 2025/2026 habe ich nur ein Spiel live gesehen. Beschwerdefrei bin ich nicht und kann über die Nachhaltigkeit meines Neuanlaufs bisher nicht abschließend urteilen.

    Diese Seite hat eine neue URL erhalten, ist bewusst schmucklos und auf wenige Dinge reduziert. Die Fotobereitstellung ist auf einen anderen Anbieter umgezogen, Amazon Photos – auch wenn die Fotos dort in umgekehrter Reihenfolge erscheinen. Hat hier jemand Perfektion versprochen?

    Als Erinnerung hier noch die Fotos von meinem bisher letzten Einsatz beim Testspiel des HSV in Dänemark am 25. Juli 2025: Fotos bei Amazon Photos

    Man sieht sich hoffentlich demnächst auf einem der Sportplätze in und um Hamburg.

    Karsten